Für
noch mehr Details und Fragen zu Akkus und Batterien: Lexikon von Varta
Was ist ein Akku
Akku kommt von Akkumulator und bedeutet Sammler. Der Akku besteht aus
Zellen, die auf Grund ihrer chemisch-physikalischen Eigenschaften in
der Lage sind, elektrische Energie zu sammeln und wieder abzugeben.
Gelegentlich findet man auch den Begriff "Sekundärzelle", im Unterschied
zur nichtaufladbaren "Primärzelle", der herkömmlichen Zelle. Akkus gibt
es in verschiedenen Größen. Für viele Anwendungen werden mehrere Zellen
zu einem Paket zusammengefasst, miteinander verbunden und in einem gerätespezifischen
Gehäuse untergebracht. Dies ist überall da der Fall, wo der Akku zur
Standardausrüstung gehört, also bei Mobiltelefonen oder Videokameras.
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Kann ich Ni-Cd einfach gegen Ni-MH-Akkus austauschen ?
Ja. Der Umstieg auf die neuere leistungsstärkere und umweltfreundlichere
Ni-MH-Technologie ist problemlos möglich und empfehlenswert. Ni-MH speichert
- je nach Zellengröße und -art - bis zu 213% mehr Energie als Ni-Cd.
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Kann man beim Aufladen etwas falsch machen ?
Allerdings. Aufladen in minderwertigen Ladegeräten ohne Ladekontrolle und
Abschaltung kann Ihre Akkus zerstören oder in der Kapazität beeinträchtigen.
Schadet Schnell-Laden meinen Akku ?
Nein. Das Laden in Schnell-Ladegeräten dauert ca. ein bis drei Stunden,
im Gegensatz zu über zehn Stunden Ladezeit bei den Normalladegeräten. Der
relativ hohe Strom des Schnell-Ladegeräts erfordert allerdings eine besonders
zuverlässige Abschaltung, sobald die Voll-Ladung erreicht ist.
Dürfen Zellen beim Laden heiß werden?
Nein. Sie dürfen sich erwärmen, aber nicht wirklich heiß werden. Tun sie
das, sind sie entweder überladen oder defekt. Ein gutes Ladegerät erkennt
den plötzlichen Temperaturanstieg und schaltet ab.
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Der Memory-Effekt
1. Klassischer Memory-Effekt
Der klassische Memory-Effekt ist ein Phänomen, das einen Ni-Cd-Akku bei
falscher Handhabung schnell außer Gefecht setzen kann. Die technische Erklärung:
Wenn Sie einen Ni-Cd-Akku mit niedrigen Strömen dauerladen oder vor der
vollständigen Entleerung aufladen, d. h. nur Teilentladungen durchführen,
entstehen an der negativen Elektrode bestimmte chemische Phasen (Verbindungen),
die sich durch mehrmalige Wiederholungen dieser Vorgänge noch weiter verstärken.
Dadurch verringert sich die verfügbare Energie immer mehr, wobei der Akku
nur noch wenige Minuten die nötige Spannung liefert. Der klassische Memory-Effekt
hat mit den Eigenschaften der negativen Cadmiumelektrode zu tun, tritt also
nur bei Nickel-Cadmium-Akkus auf. Diese sollten Sie auf keinen Fall vorsorglich
nachladen, sondern immer erst so weit entleeren, bis das Gerät nicht mehr
funktioniert. Dann ist die so genannte Geräteabschaltspannung erreicht und
der Ladevorgang kann beginnen. Ein Akku kann auf einfache Weise entladen
werden, indem man das Gerät so lange betreibt, bis dieses nicht mehr genügend
Spannung erhält. Besser ist es, ein Ladegerät mit Entladefunktion zu verwenden.
2. Lazy-Battery-Effekt
Der Lazy-Battery-Effekt kann im Gegensatz zum klassischen Memory-Effekt
auch bei der Ni-MH-Technologie auftreten. Die Ursachen sind im Prinzip die
gleichen wie beim klassischen Memory-Effekt (Dauerladungen bzw. nur Teilentladungen),
wirken sich aber auf die positive Nickel-Hydroxid-Elektrode, die bei Ni-Cd
und Ni-MH einander entsprechen, aus. Die Ladespannung sinkt hier nur geringfügig
ab, zudem gibt es die gleiche Verjüngungskur: Entladen Sie Ihren Akku von
Zeit zu Zeit komplett und laden Sie ihn dann wieder auf. Am besten zwei-
bis dreimal hintereinander. Man nennt diesen Vorgang auch "Zykeln". Auch
hierfür ist ein Ladegerät mit Entladefunktion von Vorteil.
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Die richtige Lagerung
Soll man den Akku bei längerer Nichtbenutzung aus dem Gerät nehmen ?
Ja. Auch im ausgeschalteten Gerät kann ein geringer Strom fließen, der nach
längerer Zeit zu einer Tiefentladung führt, die dem Akku schadet und ihn
im Extremfall zerstört.
Da Akkus innerhalb von mehreren Monaten ihre Ladung verlieren, ist es bei
Ni-MH und Ni-Cd-Akkus prinzipiell egal, in welchem Zustand sie gelagert
werden. Bei längerer Lagerung (länger als ein halbes Jahr) sollte ein Ni-MH-Akku
jedoch im vollgeladenen Zustand gelagert werden. Zudem sollte er alle zwölf
Monate mindestens einmal geladen werden. Im Gegensatz dazu besitzen Li-Ion-Akkus
eine aktive Elektronik, deren Stromverbrauch den Akku im Laufe der Zeit
restlos entlädt. Deshalb müssen Lithium-Ionen-Akkus generell geladen gelagert
werden, und spätestens nach zwölf Monaten wieder nachgeladen werden, sonst
kann der Akku zerstört werden.
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Austausch von Batterien mit 1,5V gegen Akkus mit 1,2V ?
Das stellt im Allgemeinen kein Problem dar. Die alkalischen Batteriezellen
haben eine Spannung, die nur am Anfang hoch ist, aber diese Spannung verringert
sich schnell, um am Ende das Niveau eines wiederaufladbaren Akkus zu erreichen.
Die wiederaufladbaren Akkus haben eine konstantere Spannung.
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